Am 15. Juni 2026 wurde der 11. Nationale Bildungsbericht „Bildung in Deutschland 2026“ veröffentlicht. Die zweijährlich erscheinende Publikation ist ein indikatorengestützter Bericht, der das deutsche Bildungswesen als Ganzes abbildet und von der frühen Bildung über Schule, berufliche Bildung, Hochschule bis zur Weiterbildung im Erwachsenenalter reicht.
Der aktuelle Bericht legt den Schwerpunkt auf das Thema „Bildungsungleichheiten nach sozialer Herkunft“. Die Ergebnisse sind für politische Entscheidungsträger, pädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte und weiteres Bildungspersonal von hoher Relevanz.
Die zentrale Erkenntnis des Berichts lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Trotz zahlreicher Reformen und Investitionen im Bildungsbereich bleiben viele Herausforderungen bestehen. Mehr noch, die Defizite nehmen in manchen Bereichen zu.
Zu den zentralen Befunden des diesjährigen Berichts gehören:
Die Bildungsleistungen in grundlegenden Bereichen wie Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften entwickeln sich weiterhin problematisch; ein wachsender Anteil von Schülerinnen und Schülern erreicht die Mindeststandards nicht.
Soziale Herkunft beeinflusst Bildungswege und Bildungserfolg weiterhin stark – von der frühen Bildung über die Schule bis hin zu Ausbildung und Hochschule.
Der Fachkräftemangel belastet nahezu alle Bildungsbereiche, insbesondere Kitas und Schulen.
Der Geburtenrückgang erreicht inzwischen Kitas und Schulen. Sinkende Kinderzahlen führen jedoch nicht automatisch zu einer Entlastung, da gleichzeitig Betreuungs- und Ganztagsangebote ausgebaut werden müssen.
Die Autorinnen und Autoren sehen trotz zahlreicher Reformmaßnahmen bislang zu wenig strukturellen Fortschritt und fordern eine langfristige, koordinierte Bildungssteuerung.